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»Alle pochen heute zu Recht auf ihre Menschenwürde. Doch Würde setzt Freiheit voraus, und Freiheit schafft Ungleichheit, denn sie individualisiert. Und einige Lebensformen sind eben erfolgreicher als andere. Der moderne Rechtsstaat, der die Freiheit des Einzelnen schützt, eröffnet jedem die Möglichkeit, seine Talente und Eigenschaften zu entwickeln. Damit fördert die Freiheit aber nicht die Gleichheit, sondern die höchst individuelle Entfaltung der Persönlichkeit gerade in dem, worin die Menschen ungleich sind und sich durch diese Bildung noch ungleicher machen. Die Freiheit des Einzelnen ist sein Recht, sich von anderen zu unterscheiden.

Das müsste eigentlich jedem denkenden Menschen einleuchten. Aber die Moderne ist von einem intellektuellen Virus befallen, den der brillante israelische Militärhistoriker Martin van Creveld The Impossible Quest nennt: die unmögliche Suche nach der Gleichheit. Sein neuestes Buch bietet ihre Kulturgeschichte.

Dem modernen Gott der Gleichheit werden alle Unterschiede geopfert: zwischen Männern und Frauen, zwischen Begabten und Mittelmäßigen, zwischen Migranten und Asylanten. Alle gelten nur noch als Menschen mit gleichen Ansprüchen, und zwar unabhängig von Leistung und Verdienst. (.) Politische Korrektheit kämpft nicht gegen die Unwahrheit, sondern gegen die Intoleranz. Nichts und niemand soll verachtenswert sein. Der gesunde Menschenverstand sagt einem aber: Man kann nicht das Gute finden und bewundern, ohne das Schlechte mit zu entdecken - und zu verachten. Es gibt Dinge, die besser sind als andere. Es gibt Kulturen, die fortschrittlicher und humaner sind als andere. Und es gibt Menschen, die anderen überlegen sind.

Begabung lässt sich nicht umverteilen. Soziale Unterschiede sind der Preis der Freiheit.

Geist, Schönheit, Stärke, Geschicklichkeit, Fleiß - all dies ist ungleich verteilt und lässt sich nicht umverteilen. Talent, Lebensenergie und Glück produzieren in einer freien Welt notwendigerweise Ungleichheit. Die sozialen Unterschiede sind eben der Preis, den wir für die Freiheit in der modernen Gesellschaft bezahlen müssen.« Prof. Norbert Bolz in CATO



Gleichheit - Das falsche Versprechen

Martin van Creveld
Gebunden, 414 Seiten
Kopp Verlag
Artikelnummer: 131065
ISBN-13 : 9783944872834
Gewicht: 620.00 Gramm

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Beschreibung:

»Alle pochen heute zu Recht auf ihre Menschenwürde. Doch Würde setzt Freiheit voraus, und Freiheit schafft Ungleichheit, denn sie individualisiert. Und einige Lebensformen sind eben erfolgreicher als andere. Der moderne Rechtsstaat, der die Freiheit des Einzelnen schützt, eröffnet jedem die Möglichkeit, seine Talente und Eigenschaften zu entwickeln. Damit fördert die Freiheit aber nicht die Gleichheit, sondern die höchst individuelle Entfaltung der Persönlichkeit gerade in dem, worin die Menschen ungleich sind und sich durch diese Bildung noch ungleicher machen. Die Freiheit des Einzelnen ist sein Recht, sich von anderen zu unterscheiden.

Das müsste eigentlich jedem denkenden Menschen einleuchten. Aber die Moderne ist von einem intellektuellen Virus befallen, den der brillante israelische Militärhistoriker Martin van Creveld The Impossible Quest nennt: die unmögliche Suche nach der Gleichheit. Sein neuestes Buch bietet ihre Kulturgeschichte.

Dem modernen Gott der Gleichheit werden alle Unterschiede geopfert: zwischen Männern und Frauen, zwischen Begabten und Mittelmäßigen, zwischen Migranten und Asylanten. Alle gelten nur noch als Menschen mit gleichen Ansprüchen, und zwar unabhängig von Leistung und Verdienst. (.) Politische Korrektheit kämpft nicht gegen die Unwahrheit, sondern gegen die Intoleranz. Nichts und niemand soll verachtenswert sein. Der gesunde Menschenverstand sagt einem aber: Man kann nicht das Gute finden und bewundern, ohne das Schlechte mit zu entdecken - und zu verachten. Es gibt Dinge, die besser sind als andere. Es gibt Kulturen, die fortschrittlicher und humaner sind als andere. Und es gibt Menschen, die anderen überlegen sind.

Begabung lässt sich nicht umverteilen. Soziale Unterschiede sind der Preis der Freiheit.

Geist, Schönheit, Stärke, Geschicklichkeit, Fleiß - all dies ist ungleich verteilt und lässt sich nicht umverteilen. Talent, Lebensenergie und Glück produzieren in einer freien Welt notwendigerweise Ungleichheit. Die sozialen Unterschiede sind eben der Preis, den wir für die Freiheit in der modernen Gesellschaft bezahlen müssen.« Prof. Norbert Bolz in CATO