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Ausländerkriminalität, Rechtsextremismus, Krawall

Werner Sohn
Paperback, 352 Seiten
Kopp Verlag
Artikelnummer: 131290

Preis: 23,80

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ISBN-13 : 9783944872926
Gewicht: 650.00 Gramm

Ausländerkriminalität, Rechtsextremismus, Krawall

Ausländerkriminalität und Rechtsextremismus zwischen Ideologie und Kriminologie: Ein Insider über den Zwiespalt zwischen politischen Erwartungen und wissenschaftlichen Ansprüchen

Werner Sohn war 30 Jahre lang wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden und in dieser Zeit mit vielen Studien befasst, die im Auftrag des Bundeskriminalamts erstellt wurden. Seine Kritik der politisierten Kriminologie beleuchtet diese Disziplin in Zeiten forcierter Hypermoral. Die fakten- und anspielungsreichen Essays und Analysen zeugen von der Einfühlung und Ironie eines feinnervig beobachtenden Insiders. Der vorliegende Band stellt zugleich die Bilanz eines erfüllten Forscherlebens dar.

Wer ihn aufschlägt, betritt einen geschützten Bereich, aus dem gewöhnlich nur wenige, nach politischer Opportunität ausgewählte gutachterliche Äußerungen an die Öffentlichkeit dringen. Werner Sohn berichtet eingehend von den Weichenstellungen und Wendungen der kriminologischen Auftragsforschung und der polizeilichen Kriminalistik in einer Zeit wachsender extremistischer Bestrebungen und politisch motivierter Kriminalität.

Der Leser erfährt Erstaunliches über regierungsamtliche Einflussnahme und heftige Auseinandersetzungen zwischen Forschern, Instituten und Gestalten der deutschen Innenpolitik.

Im Hinblick auf den Themenkomplex »Ausländerkriminalität« fragt sich der Autor resigniert: »Wer wollte noch von freier Forschung sprechen, wenn die Polizei auf politisch genehme Weise ihre Datenmonopole verwaltet?« Eine Dementierkriminologie sei entstanden, die im Herausrechnen das Postulat »Ausländer raus!« längst verlängert hat um den Zusatz »aus der Kriminalitätsstatistik«.

Mannigfaltig und einfallsreich sind die Wege der kriminologischen Reinwaschung straffälliger Zuwanderer und der Relativierung ihrer kriminalistischen Höherbelastung. Doppelmoral und Doppelstandards erlauben sogar die groteske Exklusion einschlägiger Delikte aus der polizeilichen Kriminalstatistik.